Seit ungefähr
Anfang April 2013 geistert eine Zahl durch die Medien: Mehr als eineinhalb
Milliarden Euro würden angeblich den Ärzten fehlen, wenn es die private Kranken-Vollversicherung
nicht mehr gäbe. Das ist kompletter Unsinn. Erstens hätte die Gesetzliche mindestens
1,2 Milliarden Euro mehr zu verteilen, wenn auch nur alle Ärzte und Zahnärzte
in die GKV einzahlen würden. Das habe ich 2010 schon dargelegt. Inzwischen
ist sowohl die Zahl der Ärzte gestiegen, als auch der Höchstbeitrag.
Zweitens
sind bei der Gegenrechnung andere Berufsgruppen noch gar nicht einmal berücksichtigt.
Das Gegenteil der PKV-Behauptung würde eintreten: Wenn die Private ihre Gewinne
nicht mehr abschöpfen könnte, wäre viel mehr Geld im System und könnte auch an
die niedergelassenen Ärzte verteilt werden.
Drittens
sollte dargelegt werden, welchen Anteil am Arzthonorar die privaten
Zusatzversicherungen haben, die es auch bei einem Systemwechsel weiterhin geben
würde.
Da fragt
man sich doch, wer solche Studien in Auftrag gibt und was derjenige mit diesen
Aussagen bezweckt – und für was alles sich „Wissenschaftler“
vor den Karren spannen lassen.
