Samstag, 17. Januar 2015

Beschneidung: Falschabrechnung oder Abrechnungsbetrug?

In der Ärzte Zeitung vom 15.01.2015 gibt es einen kurzen Artikel:
über den Verdacht auf Abrechnungsbetrug bei Beschneidungen
http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/aerztliche_verguetung/article/877181/verdacht-abrechnungsbetrug-beschneidungen.html?sh=1&h=-231021889

Auch der Focus berichtete unter Berufung auf DPA am 15.01.2015,
dass Ärzte in Rheinland-Pfalz Beschneidungen falsch abrechnen
http://www.focus.de/regional/rheinland-pfalz/gesundheit-aerzte-in-rheinland-pfalz-rechnen-beschneidungen-falsch-ab_id_4407959.html
und am gleichen Tag, dass Ärzte in Niedersachsen und in Rheinland-Pfalz Beschneidungen falsch abrechnen
http://www.focus.de/regional/niedersachsen/gesundheit-aerzte-rechnen-beschneidungen-falsch-ab_id_4407616.html
und am 17.01.2015 nochmals
http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/falsche-abrechnungen-blutige-geschaefte-wie-aerzte-mit-beschneidungen-abkassieren_id_4406237.html

Falschabrechnung oder Abrechnungsbetrug?

Wenn es sich nur um Falschabrechnung handeln sollte, wie wäre dann die Beschneidung aus religiösen Gründen richtig in der gesetzlichen Krankenversicherung abzurechnen? 

Falls eine Beschneidung aus religiösen Gründen in der gesetzlichen Krankenversicherung gar nicht abgerechnet werden darf, kann es sich nicht nur um Falschabrechnung handeln.

Dann ist es Abrechnungsbetrug. 

Und zwar in so vielen Fällen, dass eigentlich bundesweit sämtliche Medien darüber berichten sollten. 
Warum unterbleibt so eine großangelegte Berichterstattung bisher?